Aktuelles und New's von Gestern

Kurzmeldungen aus "Das Motorrad" Ausgabe 9, im Mai 1974.

 
Husqvarna - Rennsport Beteiligung in der Formel 750?

 

Wassergekühlter Motor mit stark verrippten Zylinderköpfen. Die Batterie sitzt gut ausbalanciert über der Schwingenachse. Der Aluminiumtank ist sehr weit in Richtung Motor herunter gezogen.

Schon auf den Ausstellungen vor zwei Jahren machte eine kleine 125er Husqvarna Rennmaschine von sich reden. Sie scheint der Anfang gewesen zu sein, mit dem das schwedische Werk, das bisher nur im Moto Cross engagiert war, seine Fühler auch nach Erfolgen im Straßenrennsport ausstrecken wollte. Längere Zeit blieb es still um diese Entwicklung, jetzt jedoch sieht es wieder nach stärkerer Aktivität aus. Bo Granath hat sich der Entwicklung angenommen. Mit einer 125er war er jedoch nicht zufrieden. Denn heutzutage ist die Formel 750 interessant.

So wurde ein Zweizylinder Zweitakter zusammen gestellt, der hubraummäßig in diese Klasse paßt. Versuche mit der wassergekühlten Ausführung verliefen noch nicht zur Zufriedenheit des Erbauers (Husqvarna-Unterstützung darf man als sicher annehmen), so daß beim ersten Einsatz die luftgekühlte Version des neuen Twins an den Start kam. In Imola kam dann die Bewährungsprobe, die jedoch recht unauffällig verlief. Unsere Bilder zeigen die zwei Motoren, oben die wassergekühlte Versuchsmaschine, unten den luftgekühlten Motor. Auch vom interessanten Rahmen ist zu erkennen, daß er nach modernen Gesichtspunkten entworfen ist.

 

Der luftgekühlte Versuchs-Motor mit extremer verrippung der  Zylinder und Köpfe. Wie viel Hubraum der Motor genau aufweist und welche Leistung er bringt, ist leider nicht bekannt. Die Zündspule? hat einen heißen Platz!