Aktuelles und New's von Gestern

...Was ist 1981 alles passiert? Geschichten, Fakten und Nachrichten aus Motorrad-Technik und -Sport. Unsortiert, weder nach Wichtigkeit oder Zeitraum und permanent in Arbeit. Updates sind jederzeit möglich 

 Stand: 22.09.04 mit 9 Einträgen

Grand Prix-Honda: Zweitakter mit ovalen Kolben:
Technische Details der mit Spannung erwarteten Dreizylinder- Zweitakt -Grand Prix- Maschine will der englische Journalist Pete Bellamy bei Honda in Japan herausgefunden haben. Nach Bellamys Informationen wird der Halblitermotor zwei stehende und einen liegenden Zylinder aufweisen. Der Zylinderwinkel soll etwa 110 Grad betragen. Revolutionärer klingt, was Bellamy über das Innenleben des Triebwerks berichtet: So soll Honda ovale Kolben in hartverchromten Bohrungen laufen lassen und pro Zylinder zwei Zündkerzen und zwei getrennte Auspuffe verwenden. Verwertbare Leistung - maximal 130 PS - soll zwischen 7000/min und 11 000/min zur Verfügung stehen. Als Trockengewicht der neuen Maschine werden 130 Kilogramm angegeben.

Malanca - Geplante 80ccm mit 2 Zylinder!
Als 80er aber ohne Verkleidung
 
im Bild links die 125er Vorlage.
Zu einem Verkaufspreis von rund 4400 Mark will Malanca-Importeur Fiedler (Nürburgring) dieGTi80 mit dem Zweizylinder-Zweitaktmotor der luftgekühlten 125 cm3-Maschine auf 80 ccm Hubraum reduzieren. Fiedler verkleinert dazu die Kanäle im Aluzylinder. Graugußbuchsen verringern die Bohrung von 43 auf 34 Millimeter, der Hub von 43 Millimeter bleibt gleich. Um den Vorschriften für die Führerscheinklasse 1 b zu genügen, drosselt Fiedler die Leistung des 17 PS-125er Motors als weitere Maßahme noch über zahme Steuerzeiten.
Wissenschaftler an der Technischen Universitat Berlin wollen diese neue 80er dann abnahmereif machen. Mit der Lieferung ist aber vor Herbst nicht zu rechnen.

Cagiva: GP-Maschine mit elf e-Fahrwerk
Walter Villa, mit der Entwicklung der Grand Prix Halbliter-Cagiva beschäftigter Weltmeister, will seinen italienischen Motor in dem revolutionären französischen elf e-Fahrgestell erproben. Mit der Leistung der letzten Cagiva-Triebwerk Version war Villa schon recht zufrieden. Weil das Fahrwerk seinen Ansprüchen aber nach wie vor nicht genügt, will er jetzt mit elf-e Konstrukteur Andre de Cortanze Kontakt aufnehmen. Villa pilotierte eine elf-e mit Honda-Motor beim diesjährigen Bol d'Or, wo er in aussichtsreicher Position aber leider ausfiel.

Grand Prix Scene:
Neue Englische 350ccm Rennmaschine

Eine Grand Prix-350er made in Great Britain wird der englische Fahrwerk-Produzent CCM in die Schlacht um
Weltmeisterschaftspunkte schicken. Bislang verfügte CCM nur über eine Viertelliter-Rennmaschine, die von einem österreichischen Rotax-Zweitakter angetrieben wurde. Die Nachteile, die beispielsweise das vertikal teilbare Motorgehäuse des Rotax-Aggregats mit sich brachte, erschienen CCM-Boß Allan Clews schon während der Saison 1981 so gravierend, daß er ein eigenes Triebwerk entwickeln ließ. Die kürzlich fertiggestellte CCM-350er soll neben der wie bisher mit Rotax-Maschinen gefertigten 250er in einer kleinen Serie als Production Racer gebaut werden; Importeur für Deutschland wird Rennsport-Globetrotter Gerhard Vogt sein. Parallel zur Production-Serie entstehen derzeit vier CCM Werksmaschinen, die statt des Aluminium- Motorengehäuses der Serien-Renner ein leichtes Magnesium-Gehäuse aufweisen. Am liebsten würde Clews 350 cm Ex-Weltmeister Jon Ekerold als Werksfahrer verpflichten. Ekerold war bei der Tourist Trophy auf einer 250er CCM-Rotax Trainingsschnellster gewesen, im Rennen stoppte ihn dann aber ein Motorschaden.

Sepp Hage, 
Deutscher Straßen- Meister der 500ccm Klasse 1981
Sepp Hage und Gustav Reiner, in dieser Reihenfolge Spitzenreiter der letztjährigen Halbliter-DM, haben keine guten Erinnerungen an den GP Hockenheim. Hage stürzte im Samstags-Training mit kalten Reifen und bei über 200 km/h in der Ostkurve und redete mit Engelszungen, um Ersatzteile für seine Iädierte Maschine zu erhalten. Reiner brachte ebenso kein Bein auf die Erde, da aus seinem rechten Knie literweise Eiter und Wundwasser lief. Das hatte sich Reiner eine Woche zuvor, im GP Salzburg, bei einem Sturz zugezogen.

Kreidler-Prämien für Schnapsglas-Piloten
Mit einem finanziellen Zubrot können ab 1981 alle Rennfahrer rechnen, die auf einer 50ccm Kreidler erfolgreich sind. Belohnt wird jede Plazierung unter den ersten fünf bei WM-, EM-, DM-, oder OMK-Pokalläufen sowie im jeweiligen Gesamtklassement am Jahresende. "Über die Höhe der Prämien ist das Ietzte Wort noch nicht gesprochen", erklärt Lothar Jung, Öffentlichkeitsarbeiter in Kreidler-Diensten, "fest steht aber, daß ein Grand Prix-Sieger mindestens 1000 Mark, der Gewinner eines DM-Laufes nicht weniger als 600 Mark verdient."

OMK-Pokal: Preisgeld von ES (Erwien Schlier)
Zusätzliches Preisgeld können im kommenden Jahr Straßenrennfahrer und Moto Crosser verdienen, die mit einer B-Lizenz um den Pokal der Obersten Motorradsport-Kommission (OMK) kämpfen. Die Firma ES-Motorradzubehör zahlt Fahrern, die mit ES-Bekleidung und unter ES-Bewerbung starten, attraktive Sonderpreisgelder für Plazierungen bis zum vierten Rang bei den einzelnen OMK-Pokalläufen. Interessierte OMK-Pokalisten erfahren Näheres bei Erwin Schlier, Holzhauser Straße 42, 8262 Neuötting, 

Sport-Schutz: Lackierte Helme
Nachlackierten Sturzhelmen gegenüber sind deutsche Abnahme-Kommissare oft mißtrauisch - nicht immer zu Unrecht. Rennfahrer, die ihren Kopf, wenn schon, dann in den Sponsorfarben, lackiert hinhalten wollen, haben eine Möglichkeit: Gegen ein Foto des neu lackierten Helms, eine Erklärung der Lackiererei über die Art des verwendeten Lacks und eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Helmherstellers oder -importeurs stellt die OMK in diesem Falle eine einmalige Zulassungsbestätigung für den jeweiligen Helm aus.